„Dewjatajew“ am Heldendenkmal der Roten Armee: eine Flucht, die Wien gesehen hat

„Dewjatajew“ am Heldendenkmal der Roten Armee: eine Flucht, die Wien gesehen hat

Der Zweite Weltkrieg hat 70 Millionen Menschenleben gefordert. Am 7. September 2024, zum 79. Jahrestag seines Endes und zum Internationalen Gedenktag für die Opfer des Faschismus, sind wir dort zusammengekommen, wo diese Erinnerung in Wien in Stein gemeißelt ist – am Heldendenkmal der Roten Armee am Schwarzenbergplatz.

Es kamen Landsleute und Einheimische, Motorradfahrer reisten aus Österreich, der Slowakei, Deutschland und der Schweiz an. Und als es dunkel wurde, leuchtete am Fuß des Monuments die Leinwand auf.

Die Leinwand am Heldendenkmal der Roten Armee, Schwarzenbergplatz, 7. September 2024
Die Leinwand am Heldendenkmal der Roten Armee, Schwarzenbergplatz, 7. September 2024

Zuerst die Stille

Der Abend begann mit einer Schweigeminute. Auf die Stufen des Denkmals wurden Blumen gelegt, Kerzen entzündet – für jeden von jenen, deren Namen in den Schulbüchern längst zu Zahlen geworden sind.

Blumen und Kerzen am Heldendenkmal der Roten Armee
Blumen und Kerzen am Heldendenkmal der Roten Armee
Gedenkabend und Vorführung von „Dewjatajew“ am Schwarzenbergplatz, 7. September 2024
Gedenkabend und Vorführung von „Dewjatajew“ am Schwarzenbergplatz, 7. September 2024

Eine Flucht, die man kaum glauben kann

Dann begann der Film „Dewjatajew“ – die Geschichte des sowjetischen Piloten Michail Dewjatajew. In deutsche Gefangenschaft geraten, wagte er eine kühne Flucht: Er kaperte einen deutschen Bomber und flog von der geheimen Insel davon, auf der die V2-Raketen entwickelt wurden.

Eine Geschichte, die man kaum glauben könnte, wüsste man nicht, dass sie wahr ist, lief mit deutschen Untertiteln – unter der Säule, die Wien jeden Tag sieht, aber nicht jeden Tag hört, wovon sie erzählt.

Zuschauer am Fuß des Denkmals
Zuschauer am Fuß des Denkmals
Der Film läuft mit deutschen Untertiteln
Der Film läuft mit deutschen Untertiteln

An solchen Abenden ist das Denkmal am Schwarzenbergplatz nicht mehr bloß ein Teil des Stadtbilds, sondern wieder das, wofür es gedacht ist – ein Ort, an dem man sich erinnert.