Am 20. Juni 2026 zeigten Aktive des Internationalen Unsterblichen Regiments im historischen Zentrum von Wien, am Morzinplatz und an der Ruprechtsstiege unweit des Schwedenplatzes, öffentlich das Kriegsdrama „In den Listen nicht geführt“. Der Film erzählt von den ersten Tagen des Großen Vaterländischen Krieges und der Verteidigung der Festung Brest.
Anlass der Vorführung war der 22. Juni – der Tag der Erinnerung und Trauer, der 85. Jahrestag des Überfalls des nationalsozialistischen Deutschlands auf die Sowjetunion.
Zuerst Blumen und eine Schweigeminute
Vor Beginn der Vorführung legten die Teilnehmenden am nahen Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus Blumen nieder und gedachten der Toten mit einer Schweigeminute.

Ein Film in der Sprache der Stadt
Der Film lief auf einer großen LED-Leinwand im Freien, auf Deutsch mit englischen Untertiteln. So war die Vorführung für Österreicherinnen und Österreicher, ausländische Gäste und Touristen zugänglich, die an diesem Abend in der Wiener Altstadt unterwegs waren.
Möglich wurde die kostenlose öffentliche Vorführung mit Unterstützung der Bewegung „Unsterbliches Regiment Russlands“.



261 Gedenkkerzen
Eigens für den Abend wurden Gedenkkerzen vorbereitet. Sie wurden an Passanten verteilt, zusammen mit Karten mit QR-Code und Informationen zur Aktion „Kerze der Erinnerung“. Wer wollte, konnte eine Kerze im Gedenken an die 27 Millionen Menschen der Sowjetunion entzünden, die im Krieg ums Leben kamen. Insgesamt wurden 261 Kerzen verteilt.



Erinnerung in der Sprache des Kinos
Wer historische Erinnerung bewahren will, braucht zeitgemäße und verständliche Formen, mit der Gesellschaft ins Gespräch zu kommen. Eine Filmvorführung im Freien bringt sie zu Menschen aus der Stadt, zu Touristen und zufälligen Passanten, die sonst kaum zu einer Gedenkveranstaltung kämen. In der Sprache des Kinos werden historische Ereignisse für Menschen unterschiedlicher Generationen und Herkunft greifbarer und verständlicher.

